Breitbandversorgung

Bereits seit 2014 kümmert sich die Stadt um die Verbesserung der Breitbandversorgung im Stadtgebiet. Aus haushaltswirtschaftlichen Gründen und förderrechtlichen Rahmenbedingungen wurde der Prozess in 3 Bauabschnitt aufgeteilt. In den ersten beiden Bauabschnitten wurde das Glasfaser nur bis zu den sogenannten Verteilern verlegt. Auf den letzten Metern werden die Anwesen über das vorhandene Telefonkupferkabel versorgt. Hier war Vorgabe, dass mindestens 30 Mbit /sec im Download und mindestens 10 Mbit /sec im Upload zur Verfügung stehen. Mit der sogenannten Super-Vectoring-Technik werden zumeist wesentlich höhere Raten erzielt. Im III. Bauabschnitt war es mit den Sondermitteln des sogenannten „Höfebonus“ möglich, Glasfaser bis ins Haus zu realisieren. Hier sollten die wesentlich höheren Bandbreiten ab dem Frühjahr 2022 buchbar werden. In den jüngsten Wohnbaugebieten und den beiden großen Gewerbegebieten steht Glasfaser an der Grundstücksgrenze zur Verfügung.

Bisher war es nicht möglich und wirtschaftlich darstellbar, alle Einzelanwesen in unserer Flächengemeinde zu erschließen. Ca. 25 Einzelanwesen werden zumindest mittelfristig auf Funklösungen, die es gibt und die funktionieren, ausweichen müssen. Sie dürfen zwar ohne Gewähr aber dennoch hoffen, beim anstehenden Gigabit -Ausbau mit dabei zu sein. Ziel des Gigabit – Ausbaus ist, dass möglich alle Anwesen einen Glasfaseranschluss bis ins Haus erhalten. Erste Planungsansätze kommen zu dem Schluss, dass dies im Stadtgebiet Osterhofen Kosten von deutlich über 25 Millionen Euro verursachen wird. Da beim Bayerischen Gigabit – Förderprogramm für die Stadt aber nur 6 Millionen Euro staatlicher Zuschuss zur Verfügung stehen, müssen zum einen auch Bundesfördermittel erschlossen werden und zum anderen der Aufwand, wenn irgendwie möglich, reduziert werden. Ein geeigneter Ansatz ist dabei die Suche nach Netzbetreibern, die bereit sind, wenigstens die kompakt bebauten Stadtteile Osterhofen und Altenmarkt eigenwirtschaftlich, d. h. ohne finanzielle Beteiligung der Stadt, zu erschließen. Dies scheint möglich, setzt aber voraus, dass eine ausreichende Zahl an Immobilieneigentümern bereit ist, einen relativ geringen Anschlussbeitrag zu entrichten, und auch die Notwendigkeit akzeptiert, dass die zur Verfügung gestellten höheren Bandbreiten auch genutzt und wenigstens für 2 Jahre gebucht werden müssen, um eine Investition des Netzbetreibers langfristig zu sichern. Der Stadtrat ist der Überzeugung, dass dieses Ziel im kooperativen Miteinander zwischen Stadt, Netzbetreiber und Bürgerschaft gelingen kann.

Der Weg zu einer möglichst umfassenden direkten Glasfaseranbindung wird die Stadt noch viele Jahre fordern.

Zum Projektstart Bayerische Gigabitrichtlinien hier…

Breitbandwegweiser

Das Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung unterstützt seine Bürgerinnen und Bürger ab sofort mit einem „Breitbandwegweiser“ zu Fragen und Anliegen rund um die Breitbandversorgung vor Ort. In einem Informationsportal werden häufig gestellte Fragen beantwortet und die Bürgerinnen und Bürger zielgerichtet zu den gesuchten Informationen weitergeleitet. Zusätzlich können individuelle Anfragen per E-Mail oder Telefon gestellt werden. Das neue Auskunftsangebot des Bayerischen Breitbandzentrums ist unter folgender Internetadresse ab sofort verfügbar: www.breitbandwegweiser.de