Strategie für ILE-Region Donauschleife

 

Die Kommunen Buchhofen, Künzing, Niederalteich, Oberpöring, Osterhofen, Wallerfing und Winzer haben sich schon im Sommer 2016 zu einer interkommunalen Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen. Schrittweise wurden mögliche Kooperationsthemen, gemeinsame Ziele, aber auch Herausforderungen grundlegend abgesteckt sowie nach Fördermöglichkeiten sondiert. Über konkrete Projekte und koordiniertes Vorgehen etwa im Bereich der Hochwasserschutzplanungen, der engeren Kooperation der Bauhöfe oder der Etablierung eines Runden Tisches zur hausärztlichen Versorgung in der Region konnte die Kooperation kontinuierlich vertieft werden. Eine umfangreiche Erhebung der (Nah-)Versorgungsstrukturen und der Immobilien, bezogen auf Leerstände und Baulücken, ist wichtige Planungsgrundlage für Fragen der flächensparenden Siedlungsentwicklung und Beratungsangeboten für Immobilieneigentümer. Die Planung eines alltagstauglichen Radwegenetzes wird einen Beitrag zu Mobilität und Klimaschutz in der Region leisten. Zusammen mit der Nachbar-ILE Donau-Isar konnte Ende 2019 die Initiative zur Gründung des Landschaftspflegeverbandes Landkreis Deggendorf erfolgreich gestaltet werden.

All diese Initiativen und Projekte bündeln sich in der interkommunalen Entwicklungsstrategie der ILE Donauschleife. ILE steht dabei für integrierte ländliche Entwicklung, einem zentralen Förderinstrument des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten speziell für den ländlichen Raum. Ziel der sieben Kommunen ist es, gemeinsam als Region auch den Lebens- und Wirtschaftsraum rund um die Donauschleife zukunftssicher aufzustellen. Mit Beginn des Jahres 2020 hat die ILE dafür nun auch eine Umsetzungsbegleitung, die den konkreten Projekt- und Maßnahmenplan der Entwicklungsstrategie umsetzt und die ILE-Arbeit koordiniert.

Liane Sedlmeier, 1. Bürgermeisterin der Stadt Osterhofen und Vorsitzende der Gruppe, erläutert, dass die Kommunen u.a. folgende zentralen Aktionsfelder identifiziert haben: Die Siedlungsentwicklung mit besonderem Blick auf die Innenorte, die Sicherung der Daseinsvorsorge und Infrastruktur, bedarfsgerechte Strukturen für Wirtschaft und Landwirtschaft, die Zusammenarbeit in Fragen von Freizeit und Erholung, die Vernetzungen im Bereich Soziales, Vereinswesen und Ehrenamt sowie zu all dem die Kooperation auf der Verwaltungsebene in zentralen Pflichtaufgaben und Bürgerservice. Alle Gemeinden stehen hier vor ähnlichen Herausforderungen, haben aber auch große Potentiale, die gemeinsam leichter und besser zu nutzen sind. Nicht zuletzt bietet die interkommunale Kooperation besonderen Zugang zu speziellen Initiativen und Förderprogrammen.

Fachlich begleitet und gefördert wird die ILE bei ihren Projekten und der Umsetzungsbegleitung durch das Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern (ALE). Laut Michael Kreiner, dem stellvertretenden Behördenleiter, ist die ILE mit den zentralen Themen Innenentwicklung, regionale Nah- und Daseinsvorsorge sowie verschiedenen landwirtschaftlich bedeutsamen Themen von Dorferneuerung über Erosionsschutz und Flurordnung bis hin zu Gewässerpflege und Bewässerung voll auf der Höhe der aktuellen gesellschaftlichen Diskussion. Der Wille zum Erfolg als interkommunale Kooperation ist in der Region Donauschleife schon jetzt sehr ausgeprägt, wie Nina Kiehlbrei feststellt, ILE-Betreuerin am ALE. Alle Bürgermeister und die Verwaltungsspitzen sehen die interkommunale Umsetzung der Zukunftsstrategie für die Region Donauschleife zusammen mit den Bürgern und Akteuren der Region als zentralen Schritt an, Lebensqualität, Infrastruktur und Heimat zu bewahren. Für das Jahr 2020 werden dazu zusätzliche Fördermittel aus einem sogenannten Regionalbudget beantragt, die dann auch z.B. Vereinen, lokalen/regionalen Initiativen, aber auch Firmen zur Verfügung stehen können. Voraussetzung ist, dass ein Beitrag zur Strategieumsetzung des ILEK erfolgt. Projektideen und Anregungen zu den Strategiefeldern des ILEK sind jederzeit willkommen und können an die Gemeinden oder die Projektbüros (standort@drfruhmann.de oder kontakt@planwerk.de) gerichtet werden.

Liane Sedlmeier

1. Bürgermeisterin Stadt Osterhofen und Vorsitzende der ILE Donauschleife

 

Hier finden Sie die Präsentation zur Aufbruchveranstaltung

Integriertes Ländliches Entwicklungkonzept Donauschleife

 

 

Bewässerungsmanagement Osterhofener Platte
Die Stadt Osterhofen und die Gemeinden Buchhofen, Wallerfing, Aholming und Moos lassen aktuell mit finanzieller Unterstützung durch den Freistaat Bayern und den sogenannten Drittmittelgebern ein Konzept zur zukünftigen Bewässerung der landwirtschaftlichen Flächen erarbeiten.

Zur Fortsetzung der Planungsarbeiten ist nunmehr die Mitwirkung der landwirtschaftlichen Betriebe gefordert. Wir bitten Sie, den im Dateianhang befindlichen Fragebogen zum Bewässerungsbedarf und zur Bewässerungstechnik auszufüllen und an die im Fragebogen angegebene Stelle (Dr. Patzwahl) zu senden.
Eine Erledigung bis spätestens 19.06.2020 wäre wünschenswert und notwendig.

Der Fragebogen richtet sich nicht nur an die Drittmittelgeber sondern an alle landwirtschaftlichen Betriebe auf der Osterhofener Platte, die für sich aktuell oder auch in Zukunft einen Bewässerungsbedarf sehen. Diese Betriebe erreichen den Fragebogen auf der Homepage der Stadt Osterhofen unter ILE-Donauschleife. Auch die Partnergemeinden wurden gebeten auf ihren Homepages den Fragebogen bereitzustellen.

Wir hoffen auf eine möglichst breite Unterstützung.

Zur Onlinebefragung hier: Onlinebefragung

B.T.W. – Büro für Technik und Management im Wein- und Gartenbau
Dr. Wolfgang Patzwahl
Segnitzer Straße 12
97320 Sulzfeld am Main
E-Mail: wolfgang@patzwahl.de
Tel.: +49 177 3298181

Den Link zum Fragebogen finden Sie hier:
Fragenbogen – Bewässerungsmanagement Osterhofener Platte – Mitwirkung der landwirtschaftlichen Betriebe

 

Aufruf Förderanfrage für Kleinprojekte

Das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten bietet in den Jahren 2020 bis 2023 interkommunalen Kooperationen im Rahmen der integrierten ländlichen Entwicklung eine Förderung aus dem sogenannten `Regionalbudget´ an.

In der ILE Donauschleife stehen für das Jahr 2020 maximal 100.000 EUR aus dem Fördertopf bereit (90% Fördergelder, 10% Eigenanteil der ILE). Im Rahmen des Regionalbudgets können Kleinprojekte mit Nettokosten zwischen 500 Euro und 20.000 Euro pro Projekt gefördert werden. Allerdings ist der maximale Zuschuss auf 80% der Projektkosten bzw. 10.000 Euro Höchstbetrag begrenzt (= mind. 20% Eigenanteil des Projektträgers). Ein in 2020 begonnenes Projekt muss bis 1.10.2020 abgeschlossen und abgerechnet sein. Zum Zeitpunkt der Antragstellung darf mit dem Projekt noch nicht begonnen worden sein. Fallweise kann ein Projekt auch für eine mögliche nächste Förderperiode angedacht werden, vorbehaltlich der Genehmigung eines entsprechenden Regionalbudgets auf Antrag der ILE in den Folgejahren.

Ziele der ILE Donauschleife ist es, in diesem Rahmen Projekte zu fördern, die der Entwicklung der Region als attraktivem Lebens-, Arbeits- und Erholungsraum dienen. Projekte können von Kommunen, öffentlichen Einrichtungen, Vereinen, Verbänden, privaten, ehrenamtlichen Initiativen bis hin zu Unternehmen bei der ILE Donauschleife beantragt werden. Es sollen insbesondere auch Anschaffungen, Ausrüstung, Infrastrukturen, Veranstaltungen, Konzepte oder Materialien gefördert werden, die sonst keine oder geringe Finanzierungs- bzw. Fördermöglichkeiten haben.

Die Projekte müssen mit einem Formblatt bei der ILE beantragt werden. Die Bewertung erfolgt durch ein Entscheidungsgremium anhand von Kriterien. Zentrale Bewertungsgrundlage ist das Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept (ILEK) der ILE Donauschleife und hier der Beitrag des Projektes zur Erreichung der dort genannten Strategieziele. Weitere Bewertungsebenen sind der Projektbeitrag zur Daseinsvorsorge, zum Ressourcenschutz und zur Wahrnehmung der Region bzw. der regionalen Bewusstseinsbildung.

Hier finden Sie den ausführlichen Förderaufruf der ILE.

Hier finden Sie ausführliche Informationen und die Förderdetails zum Regionalbudget.

Hier finden Sie den Förderantrag für Ihre Projektidee.

Aufgrund der aktuellen Umstände wird die Einreichungsfrist für Anträge zum Regionalbudget auf 24. Juni 2020 verlängert. Ihre Projektanfrage können Sie per Mail an umsetzungsbegleitung@ile-donauschleife.de richten. Für Fragen stehen Herr Dr. Fruhmann (Dr. Fruhmann & Partner) unter 09492/902575 oder Herr Schramm unter 0911/65082828 (PLANWERK) zur Verfügung.

Ein Anspruch auf Förderung besteht nicht.

Verantwortliche Stelle für die ILE Donauschleife:
Liane Sedlmeier, 1. Vorsitzende der ILE Donauschleife und 1. Bürgermeisterin Stadt Osterhofen